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JHWH in hebräischen Buchstaben

Ist das Abendmahl eine Einladung für Alle? Dieser Artikel ist besonders für Zeugen Jehovas interessant English English

Foto von Matzen und WeinUpdate 29. März 2017

Was am 14. Nisan 33 u.Z. geschah,
veränderte die Welt:
Jesus Christus (Jahschuah) hielt mit seinen Jüngern ein feierliches Abendmahl.

Zu verstehen, was genau am 14. Nisan geschah, kann auch unsere Welt, deine und meine Weltsicht verändern.

Schauen wir uns also genau an, was an jenem Abend wirklich geschah und welche Bedeutung es tatsächlich für Dich und mich hat ...

 

Die vier Evangelien erwähnen folgende Ereignisse:

  Passahfeier
  Fußwaschung
  erstes Abendmahl mit Brot und Wein
  Diskussion über den Verräter
  Diskussion, wer der Größte sei
  Bund für ein Königreich
  Unterweisung
  Voraussage von Petrus´Leugnung
  Jahschuah betet für seine Nachfolger
  Gesänge

 

Am deutlichsten erscheint der Ablauf der Ereignisse an diesem Abend bei Lukas, der zwar nicht selbst dabei war, aber doch sehr gründlich bei den Augenzeugen nachgeforscht hat. (Lukas 1:1-4)

Was auffällt:
Der erste Teil des an diesem Abend geschlossenen Bundes ist von dem zweiten Teil deutlich getrennt, denn es finden dazwischen die Ereignisse "Diskussion über den Verräter" und "Diskussion, wer der Größte sei" statt.

Erster Teil:

"Auch nahm er ein Brot, dankte, brach es und gab es ihnen, indem er sprach: „Dies bedeutet meinen Leib, der zu euren Gunsten gegeben wird. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ Ferner den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes, das zu euren Gunsten vergossen werden wird." (Lukas 22:19, 20)

 

Zweiter Teil:

"Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten." (Lukas 22:28-30)

 

Interessant ist, dass der erste Bundesteil im Parallelbericht von Matthäus lautet:

"Dann nahm er den Becher, sprach darüber das Dankgebet, gab ihnen auch den und sagte: »Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das FÜR ALLE MENSCHEN vergossen wird zur Vergebung ihrer Schuld. Mit ihm wird der Bund in Kraft gesetzt, den Gott jetzt mit DEN MENSCHEN schließt." (Matthäus 26:27, 28; GN)

 

Der Wachtturm erläutert zu diesem Thema:

"Der Apostel Johannes schrieb über die Tragweite des Lösegeldes Christi: „[Jesus Christus] ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt (1. Johannes 2:2). Christi Lösegeld ist also FÜR DIE GANZE MENSCHHEIT da."
(Wachtturm 1.3.2008 Seite 4-7; Hervorhebungen von uns)


Wenn Christi Leib und Blut als Lösegeld
FÜR DIE GANZE MENSCHHEIT dienen,
sollten dann nicht ALLE MENSCHEN
von den Symbolen für Christi Leib und Blut nehmen,
alle, die sein Lösegeld gern annehmen?

Das wäre nur logisch!

Werden dann aber auch alle Menschen später im Himmel regieren ?

Nein, das wäre unsinnig, denn über wen sollten sie dann regieren, wenn alle im Himmel sind und kein Mensch mehr auf der Erde ist? Außerdem schuf Jahweh die Erde, "damit sie auch bewohnt werde".

Könnte es dann sein, dass Jesus an dem Abend gar nicht EINEN Bund in zwei Teilen, sondern ZWEI verschiedene Bünde für ZWEI verschiedene Gruppen einsetzte?

Mal schauen. Was sind die Unterschiede?

 

Unterschiede der zwei Bünde vom 14. Nisan 33

Name:

Symbol Brot und WeinNeuer Bund, Loskaufsbund

Symbol Brot und WeinKönigreichs-bund

Symbole:

Brot und Wein

nicht genannt

Bündnis­partner:

JHWH Gott, alle Menschen
(Matt 26:28, Markus 12:24)

Jesus, die Apostel und die übrigen der himmlischen Könige und Priester

Inhalt
des Bundes:

Sündenvergebung, Gerechtsprechung,
ewiges Leben

Regierungs­vertrag
als Könige und Priester

Erfüllungsort:

Erde/stoffliche Welt

Himmel/geistige Welt

Erfüllungs-
bedingung:

Treue Jesu
bis in den Tod

Treue der Apostel
und der anderen Heiligen bis in den Tod

 

 

Zeugen Jehovas lernen, dass auch der erste Bund, der Loskaufsbund, NUR für die 144.000 Geistgesalbten sei. Alle anderen Menschen seien nur Beobachter, sekundäre Nutznießer.

Abgesehen davon, dass die Apostel auch nicht geistgesalbt waren, als sie das Abendmahl mit Jesus aßen, gibt es drei gewichtige Gründe, die dagegen sprechen.

Der erste Grund: Römer Kapitel 8

Das 8. Kapitel des Römerbriefes wird oft als Erklärung angegeben, woher ein "Geistgesalbter" weiß, dass er geistgesalbt ist.

Liest man das Kapitel jedoch im Zusammenhang, dann versteht man, dass es gar nicht um den Gegensatz zwischen zukünftigem Leben auf der Erde und zukünftigem Leben im Himmel geht, sondern um einander entgegengesetzte innere Einstellungen oder Gesinnungen.

Als Beispiel betrachten wir Römer 8:5 in verschiedenen Bibelübersetzungen:

Bibel Neue-Welt-Übersetzung"Denn die, die mit dem Fleisch in Überein­stimmung sind, richten ihren Sinn auf die Dinge des Fleisches, die aber mit dem Geist in Übereinstimmung sind, auf die Dinge des Geistes."
(Neue-Welt-Übersetzung
)

 

Bibel Einheitsübersetzung"Denn alle, die vom Fleisch bestimmt sind,
trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht,

alle, die vom Geist bestimmt sind, nach dem,
was dem Geist entspricht."

(Einheitsübersetzung)

 

Neues Leben Bibel"Wer von seiner menschlichen Natur beherrscht wird, ist von ihren selbstsüchtigen Wünschen bestimmt, doch wer vom Heiligen Geist geleitet wird, richtet sich nach dem, was der Geist will."
(Neues Leben Bibel)

 

Hoffnung für alle Bibel"Wer seinen selbstsüchtigen Wünschen folgt,
der bleibt seiner sündigen Natur ausgeliefert.

Wenn aber Gottes Geist in uns wohnt, wird auch unser Leben von seinem Geist bestimmt."

(Hoffnung für alle)

 

"Fleisch" steht also als Symbol für gedankenlose, egoistische Befriedigung natürlicher Bedürfnisse, auch für Gier, Konkurrenz, Hass, Machtstreben.
Klar, dass JHWH solch eine Einstellung nicht belohnen kann.

Was ist dann mit denen, die sich vom Geist Gottes leiten lassen?

Männchen jubelt"14 Alle, die sich vom Geist Gottes regieren lassen, sind Kinder Gottes. 15 Denn der Geist Gottes, den ihr empfangen habt, führt euch nicht in eine neue Sklaverei, in der ihr wieder Angst haben müsstet. Er macht euch vielmehr zu Gottes Kindern. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: "Vater, lieber Vater!" 16 Gottes Geist selbst gibt uns die innere Gewissheit, dass wir Gottes Kinder sind."
(Römer 8:14-16, Hoffnung für alle)

Der Zeuge Jehovahs überlegt jetzt wahrscheinlich einerseits: "Ich lasse mich doch Tag für Tag von Gottes Geist leiten ... dann bin ICH ja auch ein KIND Gottes!"

Andererseits zieht ihn Vers 17 wieder auf den vertrauten Boden der Wachtturm-Lehren herunter:

"Als seine Kinder aber sind wir – gemeinsam mit Christus – auch seine Erben. Und leiden wir jetzt mit Christus, werden wir einmal auch seine Herrlichkeit mit ihm teilen."

Der Zeuge überlegt: "Ich und Erbe mit Christus sein? ratloses GesichtSeine Herrlichkeit mit ihm teilen? Das gilt alles doch nicht für mich, denn ich spüre keine himmlische Berufung."
Hm. Was jetzt?

 

Der Sonderfall

Man darf nicht vergessen, dass Paulus, der das schrieb, Bündnispartner beider Bünde war, wie auch die Apostel. SOWOHL Jesu Loskaufsopfer (Befreiung von Sünde und Tod) ALS AUCH der Königreichsbund (Regierungsvertrag) trafen auf ihn zu, und deshalb nannte er beide Bündnisinhalte oder "Belohnungen" in ein Atemzug:

 

Symbol Brot und WeinEin Kind Gottes werden durch Glauben
an Jesus und Sünden­vergebung
(1. Bund)

   

Symbol Brot und Weinmit Jesus Christus im Himmel regieren (2. Bund)

 

Das ist aber nicht bei jedem Christen so.

Die meisten Christen sind nur Bündnispartner in dem ersten Bund; ihnen gilt Jesu großzügiges Angebot, von seinem "Blut" und seinem "Leib" zu nehmen und durch Sündenvergebung ein Kind Gottes zu werden.

So gesehen sind Paulus, die Apostel und alle anderen Menschen, die in sich die himmlische Berufung spüren, eine Ausnahme, ein Sonderfall.

Aber ist das ein triftiger Grund, der überwiegenden Mehrheit der Christen diesen ersten Bund wegzunehmen, indem man beide Bünde in einem Topf wirft, zusammenschmilzt und behauptet, nur diejenigen dürften aktiv am Abendmahl teilnehmen (1. Bund), die gleichzeitig auch die himmlische Berufung (2. Bund) spüren?

Verweigert man damit nicht Gottes Kindern ihren rechtmäßigen Platz am Tisch? Reicht die verlängerte Abendmahlstafel Jahschuahs nicht bis in die Gegenwart, bis zu jedem Einzelnen, der sich von Gottes Geist leiten lässt?

Zur Veranschaulichung:

Animation veranschaulicht die beiden Bünde des Abendmahls

Der zweite Grund: Unsere Erbschaft

Sind wir etwa doch Erben?

"Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie
die Erde erben werden,"

sagte Jahschuah selbst in Matthäus 5:5.

"Denn die Übeltäter, sie werden weggetilgt, die aber
auf Jehovah hoffen, sind es, die die Erde besitzen werden. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens. Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen,"

verspricht Psalm 37:9, 11, 29.

" ‚Denn da wird die Saat des Friedens sein; der Weinstock selbst wird seinen Fruchtertrag geben, und die Erde, sie wird ihren Ertrag geben, und die Himmel, sie werden ihren Tau geben; und ich werde gewiß die Übriggebliebenen dieses Volkes all diese [Dinge] erben lassen,"

prophezeite Sacharja in Kapitel 8:12.

All das klingt nach einem irdischen Erbe, oder?


Der dritte gewichtige Grund:
Die Satanisten

Es gibt eine Gruppe von Gläubigen, die bei ihrer Abendmahlfeier Wert darauf legen, Brot und Wein, die Symbole für Jahschuahs Treue und Triumph über Versuchung und Sünde, abzulehnen. Ja, du hast richtig gelesen: abzulehnen! Sie lassen die Symbole herumreichen, ohne davon zu nehmen, und zeigen so bewusst ihre Verachtung für "Jesus" (Je-sus, "sus" = lateinisch Schwein, Sau, Wildschwein; wir verwenden deshalb lieber die Urform Jahschuah).

Es sind gläubige Anhänger Satans. Die Satanisten feiern ein "Gegen-Abendmahl", bei dem sie u. a. die Symbole Brot und Wein herumreichen und sie demonstrativ nicht nehmen, um ihre Ablehnung gegenüber Christus auszudrücken.

Nachdem Satans Anschläge, Bestechungen und Versuchungen gegenüber Jahschuah alle fehlgeschlagen sind und er doch seine Mission in perfekter Treue beendet hat, versucht Satan nach wie vor, Menschen von Jahschuahs befreiendem Lösegeld fern zu halten.

Gedaechtnismahl: Die meisten Zeugen Jehovahs nehmen nicht von Brot und Wein.Kann das wirklich ein raffinierter Trick Satans sein? Naja ... zumindest hätte er eine diebische Freude, wenn es ihm gelingt, die arglose Schafherde zu täuschen und ihnen das Lösegeld buchstäblich vor der Nase wegzuschnappen!

 

Der Zweck des Abendmahls

Warum feiern wir überhaupt das Gedächtnismahl?
Paulus antwortet:

"Sooft ihr dieses Brot esst und diesen Becher trinkt,
verkündigt ihr immer wieder den Tod des Herrn,
bis er gekommen ist.
" (1. Korinther 11:26)

Das bedeutet: einen Teil unseres Verkündigungswerkes, das unser Herr Jahschuah uns aufgetragen hat, leisten wir dadurch, dass wir, wie Paulus sagt, "dieses Brot essen und diesen Becher trinken". Von "unberührt weiterreichen" oder "respektvoll beobachten" war nicht die Rede (diese Vorstellung wäre den ersten Christen auch wohl ziemlich absurd vorgekommen ...).

"Dieses Brot essen und diesen Becher trinken" ist also nach den Worten des Paulus eine symbolische Handlung, durch die wir uns öffentlich zu unserem Erlöser und Heiland Jahschuah Ha-Maschiach bekennen, der für uns gestorben ist.

Natürlich verkündigen wir "den Tod des Herrn" und seine Auferstehung auch durch unser Predigtwerk. Doch das Eine ersetzt nicht das andere.

Wie war die Entwicklung bei den Zeugen Jehovahs?

"Verkündet, verkündet, verkündet den König und sein Königreich!" hieß der dringende Aufruf auf dem Kongress 1922 in Cedar Point (Ohio). Damit wurde das Verkündigen durch das öffentliche Predigen in den Mittelpunkt gerückt und enorm gefördert.

Doch zwölf Jahre später, 1934, wurde das aktive Teilnehmen am Abendmahl für alle Christen abgeschafft und gelehrt, es sei ab jetzt nur den Christen mit himmlischer Hoffnung vorbehalten. Seitdem dürfen die Gläubigen mit irdischer Hoffnung nur "beobachten", nicht mehr selbst aktiv teilnehmen und dadurch auch nicht mehr den Tod des Herrn verkündigen.

 

Was erwartet Jahschuah, unser König, von uns?

"Wenn ihr in Gemeinschaft mit mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so bittet, was immer ihr wünscht, und es wird für euch geschehen. Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote des Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe." (Joh. 15:7, 10)

Jahschuahs Erwartung an jeden von uns ist also:
Bleibe in Gemeinschaft mit mir, indem du meine Worte beherzigst und meine Gebote hältst. Seine Worte und sein Gebot waren einfach und eindeutig:

Einladung von Jesus: Nehmt und esst, das ist mein Leib!

»Nehmt und esst, das ist mein Leib!« Dann nahm er den Becher, sprach darüber das Dankgebet, gab ihnen auch den und sagte: »Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das für ALLE Menschen vergossen wird zur Vergebung ihrer Schuld. Mit ihm wird der Bund in Kraft gesetzt, den Gott jetzt mit den Menschen schließt.«" (Matthäus 26:26-28)

Gott ist "der Retter ALLER Arten von Menschen, besonders von treuen." (1. Timotheus 4:10)

Ist es denn gravierend, die rechtmäßige Teilnahme am Abendmahl dem Großteil der vereinten Herde zu verweigern (Johannes 10:11, 16)? Lassen wir die Bibel selbst antworten:

"Da sagte Jesus zu ihnen: ,Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr NICHT das Fleisch des Menschensohnes esset und sein Blut trinket, habt ihr das Leben NICHT in euch. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. [...] Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich durch den Vater lebe, so wird auch der, der mich ißt, durch mich leben‘ ." (Joh. 6:53-57, JB)

 

Wirst DU treu den Tod des Herrn verkündigen, bis er wiederkommt?

Der 14. Nisan (Beginn des jüdischen Passahfestes) fiel in diesem Jahr auf den 11. April 2017 nach Sonnenuntergang.

Datum verpasst?

Jahschuah sagte: "Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich." Nach unserem Verständnis verbietet er uns damit nicht, es auch an anderen Tagen gebetsvoll zu tun. Im Gegenteil:

Er freut sich, wenn wir uns zu ihm bekennen.



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