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JHWH in hebräischen Buchstaben

Wandergruppe von hintenAbschiedsbrief
der Familie von Achim und Arnim

08.02.2018

 


"im Mai 2017

Liebe Brüder und Schwestern,
liebe Freunde!

Wie schnell doch die Jahre und Jahrzehnte vergehen! Und wie viel wir alle zu tun haben! Den meisten, denen wir – Achim und Arnim – heute schreiben, sind wir persönlich bekannt. Wir haben jahrelang mit euch im Bethel oder im Pionier- und Predigtdienst gedient und haben als Älteste auf Kongressen Aufgaben lösen dürfen und so manche zur Organisation geführt – fast 5 Jahrzehnte lang. Für diesen Brief haben wir in Liebe unser ganzes Herzblut verwandt, das dürft ihr glauben.

Vor wenigen Wochen hat unser Koordinator der Ältestenschaft (KdÄ) einen öffentlichen Vortrag gehalten. Darin sagte er, der Teufel sei ein Bruder Jesu im Himmel gewesen. Und Jesus sei ein erschaffener Engel.

Diese Aussage über unseren Herrn hat uns innerlich unangenehm berührt. Wir haben uns diskret im Saal umgesehen. Aber es schien weiter niemand zu kümmern. Als wir zu Hause als Familie darüber sprachen, ist uns bewusst geworden, dass auch unsere Heimbibel-Studenten einfach alles akzeptieren, was wir ihnen lehren. Und bei uns selbst war es ja auch so. Begeistert haben wir biblische Wahrheiten aufgesogen – die allgemein gültigen Grundwahrheiten –, die Sonderlehren wurden beigemischt und ebenso einverleibt.

Dies wurde uns mit einem Schlag bewusst. Gottes Wort fordert Christen indes auf, sich zu vergewissern und immer wieder zu prüfen (2. Kor. 13:5; 1. Thes. 5:21; Apg. 17:11; 1. Joh. 4:1, 6).

Unsere intensiven und unter Gebet stehenden biblischen Erforschungen der Sonderlehren von Jehovas Zeugen haben kurz zusammengefasst folgende 10 Punkte für uns als Familie ergeben:

1) Jesus ist ein Gott und nicht ein Engel


In der Broschüre Höre auf Gott und lebe für immer heißt es jedoch auf Seite 6 im Absatz 2:

„Zuerst machte Gott einen besonderen Engel. Dieser Engel kam später auf die Erde und wurde Jesus Christus genannt. Jehova machte auch alle anderen Engel.“

Die Bibel sagt aber, Jesus sei „der einziggezeugte Gott, der am Busenplatz beim Vater ist“ (Joh. 1:18). Er wurde „wie mit Wehen hervorgebracht“ (Spr. 8:22-25). Zwar ist Jesus ein Geistwesen, allerdings von derselben Art wie Gott: ein göttliches Wesen, ein wirklicher Gott. Ein Geistgeschöpf – wie ein Engel es ist – ist Jesus aber nicht, denn er wurde von Gott gezeugt. Er ist der „einziggezeugte Sohn“ Gottes (Joh. 3:16, 18).

Als Sohn seines Vaters, der Gott ist, ist Jesus logischerweise also selbst ein Gott – ähnlich wie Menschen Menschen hervorbringen und nicht Tiere (Joh. 10:25-38; 20:28; Gal. 1:6-9). Alle Engel wurden später von Jesus erschaffen (Kol. 1:15, 16; Hebr. 1:1-14). Er selbst hingegen ist kein erschaffener Engel, genauso wenig wie sein Vater ein Engel ist. Jesus ist „wahrer Gott“; er ist „ein Gott“ (1. Joh. 5:20; Joh. 1:1). Bitte, prüfe es selbst.

Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, Jesus sei ein Engel, sind sie Antichristen, ja Gotteslästerer.

 

2) Der Erzengel Michael ist nicht Jesus,
da Jesus kein Engel ist


Der Erzengel Michael hat nur ein gewisses Kontingent Engel unter sich: „seine Engel“ eben (Off. 12:7). Jesus hingegen unterstehen alle Engel im Himmel (Mat. 11:27); er hat sie von seinem Vater bekommen (Ps. 103:20, 21). So wie Jehova befehligt nun Jesus all diese „Heerscharen“ (Mehrzahl!), also verschiedene „Heere“ (Mehrzahl!) (Off. 19:14). Es existieren also mehrere „Heere“ guter Engel im Himmel.

In dem Buch Was lehrt die Bibel wirklich? wird auf Seite 219 die letzte Schriftstelle auch angegeben und dennoch dreist behauptet, es gäbe „im Wort Gottes keinerlei Hinweise auf zwei himmlische Heere treuer Engel“. Man muss die Schriftstelle allerdings erst aufschlagen, um vom Gegenteil überzeugt zu werden. Die „Heere“ guter Engel folgen allesamt Jesus. Der Erzengel Michael hat aber nur ein Engelheer von diesen unter sich.

Spielfiguren symbolisieren die himmlische Hierarchie

Es gibt weitere Erzengel oder Engelfürsten neben Michael, „einem der ersten Fürsten“ (Da. 10:13). Das steht nicht umsonst in der Bibel. Die Engelfürsten unterstehen Jesus. In der unsichtbaren Welt gibt es gut strukturierte Hierarchien. Christus als König bedient sich der Erzengel, um die gewaltigen Engelscharen organisiert zu führen (Kol. 1:16; Eph. 3:10; 1. Pet. 3:22).

Der in 1. Thessalonicher 4:16, 17 erwähnte Erzengel ist keinesfalls Jesus. Jesus gebraucht diesen nur; und dieser Erzengel wiederum benutzt seine Stimme und eine Posaune (vgl. Off. 10:7). Der König Jesus Christus bläst nicht selbst die Posaune oder Trompete; er hat dafür Diener (Mat. 24:31; 1. Kor. 15:51, 52; Off. 8:2; 11:15). Bitte, prüfe es selbst.

Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, der Erzengel Michael sei Jesus, sind sie Irrlehrer.

 

3) Die Parusie Christi wird erst noch stattfinden


Jesu wahre Nachfolger wissen, dass Christus schon seit seiner Himmelfahrt unsichtbar gegenwärtig ist (Mat. 18:20 und 28:20). Daher erübrigt sich logischerweise eine weitere „unsichtbare Gegenwart“ (angeblich seit 1914).

Die Parusie, von der die Bibel spricht, ist etwas völlig Anders- und Einzigartiges. Gemeint ist ein allgemein wahrnehmbares Auftreten Christi als Gottes Urteilsvollstrecker (Mat. 24:30; Off. 1:7). Christi Wiederkunft – also sein Kommen, Eintreffen, Erscheinen, Hervor-/Auftreten und Besuch – steht noch bevor. Die Bibel ist hier klar und unmissverständlich. Und Christen werden nicht ohne Grund aufgefordert, wachsam und bereit zu sein, um von ihrem Herrn angenommen zu werden, denn der genaue Zeitpunkt seiner noch zu erfolgenden Parusie ist unbekannt (Mat. 24:3, 42-44; Mar. 8:38; 13:32-37; 1. Joh. 2:28; 1. Thes. 5:23; 2. Thes. 1:7-10). Bitte, prüfe es selbst.

Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, die Parusie Christi habe 1914 begonnen, finde also somit schon statt, sind sie Irrlehrer.

 

4) Die „erste Auferstehung“ begann nicht 1918


Die „erste Auferstehung“, von der in Offenbarung 20:5 und 6 die Rede ist, bezeichnet die große Auferstehung der verstorbenen Auserwählten zu ihrem himmlischen Erbe. Sie geht der allgemeinen Auferstehung der Toten voraus (Apg. 24:15).

In 1. Korinther 15:51, 52 sowie 1. Thessalonicher 4:15-17 wird der zeitliche Ablauf der ersten Auferstehung beschrieben: Die verstorbenen Auserwählten werden auferweckt als Geistpersonen („verwandelt“) und begegnen „zusammen“ mit den noch lebenden Auserwählten, die entrückt und ebenfalls verwandelt werden, Christus im Himmel.

Da aber die Entrückung erwiesenermaßen noch nicht stattgefunden hat, weil ja Christus noch nicht wiedergekommen ist, hat auch die „erste Auferstehung“ noch nicht begonnen. Denn Auferstandene und Entrückte begegnen ihrem Herrn „zusammen“ als Verwandelte in der Luft. Bis zur Parusie muss daher die Masse der entschlafenen Gesalbten noch ruhen, und die lebenden Gesalbten erwarten weiter ihre Entrückung (Mat. 24:29-31). Bitte, prüfe es selbst.

Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, die „erste Auferstehung“ habe um 1918 begonnen, glauben sie an eine Illusion und führen andere irre.

 

5) Die „anderen Schafe“ sind die Heidenchristen *


Die „anderen Schafe“, von denen Jesus gemäß Johannes 10:16 sprach, sind gemäß Jehovas Zeugen Menschen mit einer irdischen Hoffnung. Gemäß Gottes Wort aber handelt es sich nicht ausdrücklich um ungesalbte Christen, sondern einfach um die vielen Heidenchristen. Mit seinem Gleichnis verglich Jesus zuerst seinen Dienst am jüdischen Volk, an Personen in der „Schafhürde“ Israels, zu der er kam und aus der er die herausrief, die sich als „seine eigenen Schafe“ erwiesen, seine Stimme kannten und ihm nachfolgten (Mat. 15:24).

Durch die Verkündigung der Apostel und anderer Jünger wurden später die Heidenchristen ebenfalls seine Schafe. So wurden Christen aus den Juden und den Heiden „eine Herde … unter einem Hirten“ (Joh. 10:1-16). Ja, bekehrte Heiden wurden mit den Judenchristen vereint.

Es wäre höchst ungewöhnlich, wenn Jesus kein Gleichnis erzählt hätte, das zeigt, wie Heiden- und Judenchristen vereint werden. Die apostolischen Schriften sprechen diese Zusammenführung in unzähligen Stellen an; nachfolgend nur eine Auswahl:

Rö. 1:16; 3:29; 9:24; 11:12, 25; 15:7-11; 16:26; Eph. 2:11-18; 3:6; Gal. 2:9; 3:27-29; Joh. 11:51, 52; 17:20, 21; Apg. 1:8; 10:34-36, 44, 45; 11:1, 18-20; 13:46-48; 14:27; 15:3, 7, 15-19; 26:20, 23; 28:28; 1. Pet. 2:10, 25; 1. Tim. 3:16.

Alle diese Schriftstellen widerlegen die Behauptung der Zeugen Jehovas. Es gibt nur eine Klasse wahrer Christen gemäß der Bibel. Bitte, prüfe es selbst.

Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, die „anderen Schafe“ seien Menschen mit einer irdischen Bestimmung, gehen sie über das hinaus, was die Schrift lehrt. Sie spalten und werden damit zu Sektierern.

 

6) Die Zahl 144 000 ist symbolisch *


Die Zahl 144 000 aus der Offenbarung ist nicht buchstäblich zu verstehen (Off. 7:4; 14:1, 4). Viele Zahlen in der Bibel beinhalten eine Symbolik – umso mehr in der Offenbarung. So werden darin z.B. weder die Zahl 24, 144, 12 000 noch 666 als buchstäblich aufgefasst (Off. 4:4; 21:16, 17; 13:18). Auch die Zahl 144 000 ist symbolisch. Sie stellt die Vollzahl der aus allen Völkern stammenden Auserwählten in ihrer Gesamtheit dar, ungeachtet wie viele es schließlich sein werden.

Die Zahl wird zunächst gehört; anschließend wird „eine große Volksmenge“ gesehen (Off. 7:4, 9). Deshalb hat diese „große Volksmenge“ nicht etwa eine irdische Bestimmung, sondern ist der endzeitliche Teil der Auserwählten der ganzen christlichen Ära (Off. 7:15). Die anfänglich „kleine Herde“ der ersten Jünger Jesu sollte ja allmählich deutlich größer werden (Luk. 12:32; Apg. 2:41, 47; 4:4; 5:14; 6:7; 12:24; 19:18, 20; Kol. 1:6, 23).

Die Bibel legt sich selbst aus. Der Auslegungsschlüssel für die Offenbarung wird mitgegeben und die Methode umrissen, wie man sie verstehen kann (Off. 1:1-3; 22:6-8). Die Methode ist, Gesprochenes/Gezeigtes bzw. Gehörtes/Gesehenes oder Hören/Sehen zu ein und demselben Sachverhalt/Personen einzusetzen. Beispiele hierfür: Off. 1:10-13. Oder: Off. 5:5, 6. Oder: Off. 9:16, 17 (bitte unbedingt nachlesen).

Dieselbe Methode kommt in Offenbarung, Kapitel 7 mit den „144 000“ und der „großen Volksmenge“ zum Einsatz. Erst etwas hören, dann etwas sehen: Dadurch werden Wahrheiten über Personen aus ein und derselben Klasse aus verschiedenen Blickwinkeln offenbart. Wer diese Einsicht erlangt [der Leser lasse sich Zeit und prüfe – auch die Gemeinsamkeiten], versteht, dass die Behauptung falsch ist, die „große Volksmenge“ stehe für Untertanen. Sie ist ja selbst der endzeitliche Teil der „144 000“.

Ja, die „144 000“ und die „große Volksmenge“ sind zwar nicht identisch, sie gehören aber zu ein und derselben Klasse – einmal als Gesamtheit und einmal als Teil der Klasse aus der endzeitlichen Perspektive gesehen. Die Glieder der „großen Volksmenge“ werden als Versiegelte vor den „vier Winden“ eines großen Weltsturms (!) gerettet – also der „großen Drangsal“. Das zeigt der Kontext (Off. 7:1, 3, 14). Als Versiegelte bilden sie daher nicht einen angeblichen Grundstock der irdischen Untertanen der messianischen Königreichsregierung. In der Offenbarung ist ausdrücklich und gesondert von „Nationen“ die Rede, die diese Untertanen sein werden (Off. 2:26; 15:4; 20:3, 8; 21:24; 22:2). Bitte, prüfe es selbst.

Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, die Zahl 144 000 aus der symbolischen Offenbarung sei buchstäblich aufzufassen, und behaupten, die „große Volksmenge“ habe eine irdische Bestimmung, sind sie falsche Lehrer.

 

7) Jesus wurde nicht erst 1914 König


Dieses Jahr wird in der Bibel nicht genannt. Auch wird darin die Krönung Jesu Christi nicht mit seiner Wiederkunft gekoppelt. Christus ist unleugbar schon seit vielen Jahrhunderten als Hoher Priester eingesetzt. Als solcher wurde er „nach der Weise Melchisedeks“ berufen, und zwar bereits im 1. Jahrhundert (Hebr. 5:10; 6:20 bis 7:1). Melchisedek war König und Priester. Daher muss Christus bereits seit 33 u.Z. als König und Priester amten, sonst hätte dies nicht mit Recht von ihm gesagt werden können (Hebr. 4:14, 15; 8:1; Ps. 110:1-4).

1914 als das Krönungsjahr Jesu Christi anzusetzen ist absurd (Mat. 28:18). Gekrönt wurde er bald nach seiner Auferstehung (Da. 7:13, 14; Mat. 26:64; Luk. 19:12). Die ersten Christen verkündeten bereits in den frühen Jahren der Christenversammlung Jesus als ihren amtierenden König (Apg. 2:31-35; 17:6, 7; Eph. 1:20, 21; Php. 2:9, 10; Kol. 2:8-10; Hebr. 2:9; 1. Tim. 6:15; 1. Pet. 3:22; Off. 3:21).

Jesus wird sich zu seiner Zeit als „König der Könige und Herr der Herren“ auch gegenüber der Welt offenbaren (Off. 1:5; 19:15, 16). Bis dahin wartet er als schon lange gekrönter König zur Rechten Gottes (Apg. 2:33-36; 1. Kor. 15:25; Hebr. 10:12, 13). Bitte, prüfe es selbst.

Fazit: Da Jehovas Zeugen lehren, Jesus sei erst 1914 als König inthronisiert worden, sind sie Betrüger.

 

8) Es gibt kein kombiniertes Zeichen der letzten Tage *


Jehovas Zeugen behaupten, die „letzten Tage“ hätten 1914 begonnen. Aber die „letzten Tage“ begannen gemäß der Bibel bereits im 1. Jahrhundert (Apg. 2:16, 17; 1. Pet. 1:20; 1. Joh. 2:18; Jud. 4, 17-19). Die ersten Christen waren bereits in Endzeiterwartung! (Jak. 5:3, 8).

Jehovas Zeugen haben aber Jesu Worte über verschiedene Merkmale und Ereignisse in einer Weise verstanden, die genau derjenigen entgegengesetzt ist, die Jesus beabsichtigte. Er warnte ja seine Nachfolger gerade davor, sich von solchen Geschehnissen in die Irre führen zu lassen. Ja, ehe Jesus die an ihn gerichteten Fragen beantwortete (Mat. 24:3; Mar. 13:4; Luk. 21:7), begann er deshalb mit einer Aufzählung von Dingen, die seine Nachfolger irritieren könnten. Seine Erklärung lautete im Grunde: „Da Kriege, Hungersnöte, Erdbeben und andere Widrigkeiten die Menschheitsgeschichte ohnehin prägen, sollten sie von euch nicht als „Zeichen“ meines Kommens und des Endes des Zeitalters verstanden werden. Zieht daraus keine falschen Schlüsse!“

Was aber ist stattdessen „das Zeichen“? Das „Zeichen“, das Jesus seinen Jüngern zu dem einen Teil ihrer Frage angab, war „das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht“. Als dieses „Zeichen“ erschien – die Römer vor Jerusalem –, reagierten die ersten Christen richtig und wurden gerettet (Mat. 24:15-22).

Den anderen Teil ihrer Frage beantwortete er mit der Ankündigung, dass nach den Himmelsphänomenen ein spezielles „Zeichen des Menschensohnes im Himmel erscheinen“ werde (Mat. 24:30; Mar. 13:24-26; Luk. 21:25-28). Das wäre „das Zeichen“!

Würde einem aber beim Erscheinen des „Zeichens“ noch Zeit bleiben, sich auf das Kommen Jesu vorzubereiten? Nein, denn dem „Zeichen“ würde sein Auftreten selbst so eng folgen, dass es dann zu spät wäre, weitere Vorbereitungen zu treffen. Daher ist tatsächlich das zentrale Thema seiner Endzeitrede die Notwendigkeit, bereit und wachsam zu sein. Warum?

Weil Christus plötzlich und unerwartet kommt und man unmöglich etwas über den Zeitpunkt im Voraus wissen kann! (Mar. 13:35-37). Es ist Christen nicht möglich zu berechnen, wann Jesus kommt. Dies kann bald sein oder in 20 Jahren oder noch später. Erst kurz zuvor wird „das Zeichen des Menschensohnes im Himmel erscheinen“ (Mat. 23:30). Es gilt, geistig wach und aktiv zu bleiben. „Das Zeichen“ (Singular) wird erst noch erscheinen! Bitte, prüfe es selbst.

Fazit: Da Jehovas Zeugen versuchen, die angeblich zu sehenden „Zeichen der Zeit“ (Mehrzahl) zu interpretieren, nehmen sie die Warnungen Jesu nicht zur Kenntnis, schüren sie Ängste, führen sich und andere irre und reihen sich unter die falschen Propheten ein (Mat. 24:11).

 

9) Siebzig Jahre für Babylon


Jehovas Zeugen behaupten, Jerusalem sei 607 v.u.Z. zerstört worden. Historiker hingegen geben das Datum dafür 20 Jahre später an (587 v.u.Z.). Was stimmt?

Jeremia (Kap. 25) berichtet, dass er im 1. Jahr Nebukadrezars, des Königs von Babylon, beauftragt wurde, ganz Juda und Jerusalem mitzuteilen, dass Jehova Nebukadrezar „gegen dieses Land und gegen seine Bewohner und gegen all diese Nationen ringsum bringen“ und „sie der Vernichtung weihen und sie zu einem Gegenstand des Entsetzens machen“ will (Jer. 25:1, 9; 46:2). Auch andere Nationen würden also durch Babylon befeindet werden. Jeremia 25:11 präzisiert:

„Und dieses ganze Land soll ein verwüsteter Ort werden, ein Gegenstand des Entsetzens, und diese Nationen werden dem König von Babylon siebzig Jahre dienen müssen.“

Jeremia 25:12 unterstreicht, dass am Ende der 70 Jahre Babylon „zur Rechenschaft“ gezogen werden soll. Anschließend werden in Kapitel 25 – und ausführlicher in Kapitel 46 bis 49 (si 127) – „all“ die von Babylon zu erobernden Nationen aufgeführt und in Kapitel 27 entsprechend die an sie zu überbringende Ankündigung formuliert.

Der Prophezeiung Jeremias entsprechend dehnte die Weltmacht Babylon ihr Herrschaftsgebiet aus (Jer. 27:6; 28:14) (gl 23). Es gab interessanterweise mehrere Wegführungen von Juden. Gemäß Kapitel 29 wurden bereits ins Babylonische Exil deportierte Juden von Jeremia brieflich aus Jerusalem darüber informiert, dass „erst wenn siebzig Jahre für Babel voll sind“, Jehova sie „zurückbringen“ würde (Jer. 29:1, 10; Elberfelder Studienbibel 2009, Textstand Nr. 28). Die 70 Jahre, von denen Jeremia schrieb, hatten also schon zu zählen begonnen!

Mit der Eroberung durch Cyrus 539 v.u.Z. endete dann die 70-jährige Herrschaft Babylons als Weltmacht (Jer. 27:7) (ip-1 253). Daniel, der Jeremias Prophezeiung kannte, konnte nun auf eine Rückkehr von Landsleuten nach Juda hoffen (Da. 9:1, 2; Jer. 29:10-14), und hierum betete er auch.

Jehovas Zeugen entnehmen dem Bibelbericht, dass Juden aus dem Babylonischen Exil 537 v.u.Z. nach Jerusalem zurückkehrten. Dann folgern sie aber fälschlicherweise, der letzte König Judas, Zedekia, sei 70 Jahre zuvor – also im Jahre 607 v.u.Z. abgesetzt, Jerusalem zerstört und die Juden ins Exil geführt worden. Dies, weil sie die Prophezeiung Jeremias im Hinblick auf die 70 Jahre für Babylon  fälschlicherweise auf das Ende Jerusalems und die Tempelzerstörung anwenden. Ein gravierender, ganz grundsätzlicher Fehler!

Jehovas Zeugen bauen dann auf diesem Jahr (607 v.u.Z.) auf und sagen, 2520 Jahre später, nämlich im Jahr 1914, hätten „die bestimmten Zeiten der Nationen“ geendet (Luk. 21:24). Es ist nur zu offensichtlich, dass diese Berechnung von falschen Voraussetzungen ausgeht, wo sich doch die 70 Jahre eindeutig auf Babylon beziehen.

Dass angesichts des hier zusammengefassten Bibelberichts die endgültige Zerstörung Jerusalems nicht im Jahr 607 v.u.Z. stattgefunden haben kann, deckt sich mit diesbezüglichen Aussagen von Bibelkommentatoren und Historikern (it-2 326), die sich u.a. auf heute noch nachprüfbare astronomische Daten, welche auf neubabylonischen Keilschrifttafeln zusammen mit öffentlichen Ereignissen dokumentiert wurden, berufen. Somit hat das Jahr 607 v.u.Z. (und folglich 1914 u.Z.) für die biblische Prophetie keine Relevanz. Bitte, prüfe es selbst.

Es sei hier nur angemerkt, dass Jehovas Zeugen zudem durch Manipulation der geschichtlichen Daten von Regierungszeiten jüdischer und babylonischer Herrscher die Zerstörung Jerusalems und seines Tempels durch Nebukadnezar auf das Jahr 607 v.u.Z. festzulegen versuchen.

Fazit: Dadurch dass Jehovas Zeugen für die endgültige Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier das Jahr 607 v.u.Z. behaupten, vergewaltigen sie den Bibelbericht und setzen sich über die Historie hinweg.

 

10) Das Gleichnis vom „treuen und verständigen Sklaven“ ist nur ein Sinnbild, keine Prophezeiung


Das Gleichnis vom „treuen und verständigen Sklaven“ ist keine Prophezeiung im eigentlichen Sinne, die sich angeblich 1919 erfüllte (Mat. 24:45-51). Es wurde als Allegorie (Sinnbild) erzählt. Jesus erzählte mehrere Sklaven-Gleichnisse (Mat. 6:24; 10:24, 25; 25:14-30; Mar. 13:33-37; Luk. 17:7-10; 19:11-27). Sie machen allesamt unmissverständlich klar, was und wen Jesus mit dem Gleichnis in Matthäus, Kapitel 24 meinte (Luk. 12:40-48). Keineswegs eine elitäre Gruppe von wenigen Männern! Der „treue und verständige Sklave“ steht für reife Christen, die die christliche Lehre ihres Herrn an andere (Christen) weitergeben und darreichen. Sie sind „Verwalter“ (1. Kor. 4:1, 2).

Zunächst kamen die Apostel dieser verantwortungsvollen Aufgabe sorgfältig nach (Apg. 2:42; Eph. 2:20-22). An sie richtete Jesus ja sein Gleichnis primär. Sie unternahmen Missionsreisen und schrieben Bibelbücher. Nach ihrem Tod gaben andere befähigte, treue Christen die Lehre Jesu und der Apostel weiter (2. Tim. 2:2; 3:10). Es wurden Bibel- und Hauskreise (Gemeinden) gebildet. Dort dienten auch ältere Männer (Tit. 1:7). Sie unterstanden keiner leitenden Körperschaft; sie waren autonom. Ihr aller Führer war Jesus allein, und sie stützten sich auf die Schriften (Mat. 23:10; 1. Tim. 4:6). Ihr Helfer zum richtigen Verständnis war der heilige Geist (Joh. 14:15-18; 16:13-15; 1. Joh. 2:26, 27). Und sie halfen sich gegenseitig.

Jeder Christ hat Gaben und Fähigkeiten, die er zum Nutzen und zur Ermunterung anderer gebrauchen soll (1. Pet. 4:10, 11). Er darf in der Zeit des Wartens auf die Wiederkehr seines Herrn nicht träge werden oder gar einschlafen. Jeder Christ wird durch das o.g. Gleichnis angespornt, seinen von Christus übertragenen Aufgaben eifrig nachzukommen und mit anderen Mitsklaven liebevoll umzugehen (1. Kor. 12:19-30; Eph. 4:11-16).

Die „Leitende Körperschaft“ der Zeugen Jehovas hingegen verhält sich nicht wie ein Sklave, sondern lässt sich gern verherrlichen; sie unterbindet den ausgeprägten Kult um sich nicht (2. Thes. 2:3-12). In den Zusammenkünften der Zeugen Jehovas wird auffällig oft und deutlich mehr vom „treuen und verständigen Sklaven“ gesprochen als von Jesus, dem Herrn (2. Kor. 11:13-15).

Außerdem bevormundet, unterdrückt und „schlägt“ nachweislich dieser Sklave aufrichtige Christen in den Versammlungen, die nur treu ihre Aufgabe erfüllen wollen (Da. 12:4). Damit wird er zum „bösen Sklaven“, von dem Jesus sprach. Auch die Proklamation zahlreicher Daten, die sich allesamt als falsch erwiesen haben, und das hartnäckige Festhalten an Irrlehren zeigt, dass die Leitung der Zeugen Jehovas unmöglich der „verständige Sklave“ sein kann (Jer. 23:21, 25, 26, 30-32). Aber jeder einzelne Christ ist aufgefordert, sich als ein treuer und verständiger Sklave zu erweisen (Off. 11:18; 22:12). Bitte, prüfe es selbst.

Fazit: Da Jehovas Zeugen das Gleichnis vom „treuen und verständigen Sklaven“ auf ein führendes elitäres Gremium beschränken, sind sie Irrlehrer.

 

 

Diese Aufführung von Irrlehren der Zeugen Jehovas ließe sich noch erweitern. Doch für den heutigen Anlass soll es genügen.

Die Leitende Körperschaft weiß das alles schon seit Jahrzehnten durch viele, viele andere, die sie angeschrieben haben.

Aber vergebens.

Und das ist es auch, was wir irgendwie schon gespürt haben: Dieser Organisation geht es gar nicht wirklich um die Wahrheit (Joh. 8:46, 47). Und das macht es umso schlimmer.

Vorsätzlich führt sie Millionen aufrichtiger Personen in die Irre (Mat. 23:33; 2. Pet. 2:1).

wackeliges KartenhausJa, würde sie nur ein oder zwei der o.g. Irrlehren berichtigen, würde ihr gesamtes fragiles Glaubensgebäude wie ein Kartenhaus zusammen­brechen. Es gründet sich nicht auf Christus, „den Felsen“, und seine Lehren (Mat. 7:24-27). Daher ist auch ein diesbezügliches weiteres Hoffen und Warten auf grundlegende Revisionen zwecklos, ja sogar lebensgefährlich (Mat. 7:21-23).

Die obigen Ausführungen sollen euch helfen, liebe Brüder und Schwestern und Freunde, zu begreifen, weshalb wir bei so vielen Irrlehren nun zu der Überzeugung gekommen sind – und das ist eine von den Neuigkeiten, die wir mitteilen wollten –, dass Jehovas Zeugen für uns ebenfalls Teil von „Babylon der Großen“ sind, dem Weltreich der verkehrten, verführenden Religionen. Das haben wir innerhalb weniger Wochen (!) erkennen dürfen.

„Babylon“ ist trunken „vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu“ (Off. 17:5, 6). Jehovas Zeugen haben z. B. unzählige gesalbte Christen verfolgt und mundtot gemacht, ja für geistig tot erklärt. Dies u.a. aus dem Bemühen, das Dogma von der Buchstäblichkeit der 144 000 halten zu können.

 

Doch obwohl Hunderte Gesalbte Jahr für Jahr die Gemeinschaft von Jehovas Zeugen verlassen, erwachen immer mehr Zeugen und bekennen sich mutig und offen zu Christus als ihrem Herrn und nehmen von den Abendmahlsymbolen, wie die Statistiken belegen. Sie zeigen dadurch, dass sie die Erlösungs- und Mittlerdienste Christi von Herzen schätzen und der Neue Bund auch ihnen gilt – Gottes Bund mit seinem „Volk“ (1. Kor. 11:24-26; 1. Pet. 2:7-10). Dadurch geraten sie aber sofort unter dringenden Generalverdacht.

Gott wird der „Taten der Ungerechtigkeit“ dieser Organisation und ihrer Unterstützer gedenken (Off. 18:5). Wir jedenfalls wollen nicht weitere Personen zu Opfern dieser autoritären, menschen­verachtenden Sekte machen. Dadurch würden wir – selbst Opfer – zu Tätern und mitschuldig werden (2. Tim. 3:13).

SalbentopfWir hoffen, dass es auch dir gelingt, „Augensalbe“ von Christus zu „kaufen“, ja dass du Christi „Stimme“ und sein Klopfen „an der Tür“ nicht ignorierst (Off. 3:18-20). Das wirst du tun, wenn du die Wahrheit liebst. Wir für unseren Teil möchten Christi dringender Aufforderung gehorsam und konsequent Folge leisten:

„Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mir ihr teilhaben wollt an ihren Sünden … Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.“ (Off. 18:4, 5)

Wohin wir gehen wollen? Nirgendwohin! Wir bleiben bei Christus und unserem himmlischen Vater (Joh. 6:68). Aber befreit! (Gal. 5:1; Joh. 8:31, 32; Jer. 15:20, 21; 1. Pet. 2:25).

Und ja, es gibt einen lebendigen Organismus außerhalb der Organisation der Zeugen Jehovas: den „Leib“ Christi, die „Bruderschaft“ wahrer Nachfolger Christi weltweit (1. Kor. 12:27; 1. Pet. 5:9). Wir sind nicht allein. Echte Christen gibt es tatsächlich überall auf der Erde (Apg. 1:8; 11:26).

Unser Vater hat am 11.05.2017 während des Versammlungs­bibel­studiums Folgendes in einem Kommentar zum Ausdruck gebracht:

„Jehova ist ein Gott des Friedens, aber auch der Wahrheit. Ihm und Jesus Christus darf man niemals den Rücken kehren. Wenn man aber erkennt, dass eine Organisation doppelgesichtig ist und Falsches lehrt, muss man sie verlassen. Wir treten daher als Familie aus der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas aus.“

Nach diesen Worten und nachdem wir unserem Koordinator der Ältestenschaft bzw. Sekretär unseren Austritt schriftlich bestätigt und ihm auch unsere Gebietskarten überreicht hatten, haben wir den Königreichssaal verlassen. Wir sind überzeugt, dass Weitere unserem Beispiel folgen werden.

Es grüßen euch herzlich

Arnim und Achim"

* Anmerkung des Website-Teams: Punkt 5, 6 und 8 entsprechen nicht vollständig unserem momentanen Erkenntnisstand. Aber hier gilt (wie auch in allen anderen Glaubensfragen) : Die reine Wahrheit wird uns spätestens offenbart werden, wenn unser König und Erlöser Jahuscha (Jesus Christus) wiederkommt und uns aufklärt.

Ein herzliches Dankeschön an Arnim und Achim samt Familien, dass ihr euren Glaubenskampf und seine Früchte mit uns teilt!

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