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Abtrünnigkeit – was ist das
aus biblischer Sicht? Dieser Artikel ist besonders für Zeugen Jehovas interessant

Autor: Boas auf bruderinfo-aktuell.de – 20.05.2016

Ein langjähriger Zeuge Jehovas ist in der Regel nicht bereit, seine religiösen Ansichten objektiv zu prüfen. Er erwartet dieses zwar von allen anderen, ist aber selbst strengstens dazu angehalten, keine Bibeltexte im Zusammenhang zu lesen, die Fehler in seinen Glaubenslehren aufdecken könnten.

Wenn einzelne Zeugen Jehovas solche Fehler für sich zweifelsfrei nachgewiesen haben, wird ihnen verboten, ihr Wissen und die dazugehörigen biblischen Beweise öffentlich zu machen. Solchen Beröer-Christen, die den Rat des Apostels Paulus ernst nehmen, „immer wieder zu prüfen, ob sie im Glauben sind“ (2. Kor. 3:5), werden schnellstmöglich aus der Versammlung entfernt.

Einem Zeugen Jehovas ist es unter der Konsequenz von Zurechtweisung, Meidung und Ausschluss strengstens untersagt, der Aufforderung aus 1. Johannes 4:1 Folge zu leisten:

„Geliebte, glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind.“

Die von der leitenden Körperschaft aufgestellte Richtlinie besagt, solche Schriftbelege auf keinen Fall zu lesen, weil sie allesamt von so genannten Abtrünnigen stammen und das zurzeit geltende Verständnis der leitenden Körperschaft anhand der Bibel widerlegen. Ja, sie geben sogar die Anweisung, solche Beweismittel sofort zu vernichten, da die Bibelworte angeblich vom Teufel stammen können. Diese Anweisung der leitenden Körperschaft ist aufgrund obiger eindeutiger Bibeltexte schriftwidrig! Sie steht im direkten Widerspruch zu Anweisungen der Apostel Jesu. Damit stellt sich die leitende Körperschaft nach meinem Empfinden gegen den allmächtigen Gott und sein Bibelwort.

Wer anderer Meinung ist, beweise mir anhand der Bibel das Gegenteil. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Diese von den sieben menschlichen Führern der Zeugen Jehovas erstellte Vorschrift ist für mich eindeutig Abtrünnigkeit gegenüber der Lehre der Bibel!

 

Königreichsdienst 09-2007Zitat aus dem Königreichs­dienst vom September 2007: „Billigt es der „treue und verständige Sklave“, wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammentun, um biblische Themen zu untersuchen und zu debattieren? Nein.

Ist es vorstellbar, dass Jesus sagen würde, dass er es nicht billigt, wenn sich zwei oder drei in seinem Namen versammeln, um eigenständig biblische Themen zu untersuchen?

Genau das Gegenteil steht in Gottes Wort. Jesus gibt solchen Beröerchristen sogar ein Versprechen:
"Denn wo zwei oder drei
in meinem Namen ver-
sammelt sind, da bin ich
in ihrer Mitte."
(Matt. 18:20)

Das Versprechen, mitten unter ihnen zu sein, wenn sie gerade dieses tun, was von Seiten der LK einem Zeugen Jehovas verboten wird! Jesus bezeugt seine Liebe und Wertschätzung für solche Personen.

Die LK widerspricht einer klaren und deutlichen Aussage Jesu. Um ein altes Königreichlied zu zitieren: “Wem gehörst denn Du? Ja welchem Gott dienst Du?“

Diese hundertfach wiederholten Anordnungen der LK sind Gott verachtend und ein unwiderlegbarer Beweis für Abtrünnigkeit von Gottes Wort! Wenn diese sieben Führer ihren eigenen Wachtturmartikeln Glauben schenken würden, wüssten sie, dass auch Christen der so genannten „anderen Schafe“ genau so viel Heiligen Geist besitzen können wie sie selbst:

"[Gesalbte] glauben nicht, dass sie ... ein besonderes „Verständnis“ erhalten, das noch über das hinausgeht, was manche aus der großen Volksmenge haben mögen, die sehr erfahren sind. Sie meinen nicht, sie besäßen zwangsläufig mehr heiligen Geist als ihre Gefährten aus den anderen Schafen." (Wachturm 01.05.2007 Seite 31)

Der heilige Geist ist der Helfer, den Jesus schickt, zum Verständnis der Bibel. Daran hat sich bis heute nichts geändert.