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Kommentar zum Tagestext 15.09.2017

15.09.2017

Tagestext Zeugen Jehovahs 14.09.2017


Neuschrift.

Wenn jemand wegen des Gewissens vor Gott unter Betrübnissen ausharrt und ungerechterweise leidet, so ist dies etwas Wohlgefälliges (1. Pet. 2:19)

Sind wir in dem ausgeprägten Bewusstsein aufgewachsen, "in der Wahrheit" zu sein? Leben diese Gefühle noch in uns weiter? Beeinflussen sie, wie wir andere betrachten? Das sollten Christen ja nicht zulassen. Aber was, wenn wir doch noch negativ über Menschen denken, die einer anderen Glaubensrichtung angehören oder andere Gewissensentscheidungen treffen als wir? Dann wird es uns guttun, darüber nachzudenken, wie Jehovah über Vorurteile und religiöse Besserwisserei denkt. Außerdem lohnt es sich bestimmt, uns mit diesem und verwandten Themen zu befassen. Bitten wir Jehovah dann um Hilfe, andere so zu sehen wie er (Röm. 12:2). Das ist wichtig, weil jeder Christ früher oder später in eine Situation kommt, wo er anders sein muss als die Diener Jehovas um ihn herum. Daran führt kein Weg vorbei, wenn wir ein gutes Gewissen bewahren möchten.

 

Aus unserer eigenen Erfahrung, aber auch von vielen Äußerungen Betroffener wissen wir, dass immer mehr treue Glaubensbrüder und -schwestern skeptisch betrachtet, gemobbt oder sogar ausgeschlossen werden, weil sie ihrem biblisch geschulten Gewissen gehorchen.

Biblische Pflicht zur Gewissensfreiheit!

Diese Brüder und Schwestern machen von ihrer christlichen Freiheit des Gewissens Gebrauch (wozu die Bibel uns sogar verpflichtet) und leiden deshalb ungerechterweise. Der Tagesvers 1. Petrus 2:19 trifft genau auf sie zu: Sie leiden INNERHALB ihrer Gemeinde (nicht ausschließlich AUSSERHALB, wie es die Organisation der ZJ kommentiert).

Diese Gewissen-haften Personen sind dann zwar bei Jahuah Gott und Jahschua (Jesus) "etwas Wohlgefälliges".

Trotzdem kann man sich fragen, wo denn die Wurzel dieses Übels, dieser Fehlhaltung liegt, wenn innerhalb der Gemeinde keine Gewissensfreiheit herrscht?

 

Pflanze mit Pfahlwurzel1) "Wir sind in der Wahrheit." !?

Dahinter steht die Vorstellung, dass unser Glauben im Wesentlichen frei von Missverständnissen und Irrlehren ist, im Gegensatz zu den "Weltmenschen", "falschen Christen" und "Ungläubigen" da draußen.

Stützt die Bibel solch ein Schwarzweißdenken?

"Wir wissen, dass wir von Gott stammen,
aber die ganze Welt liegt in der Macht dessen,
der böse ist."
(1. Johannes 5:19)

Na bitte, da steht es doch: Wir wissen, dass WIR ZEUGEN von Gott stammen, aber die GANZE WELT DA DRAUSSEN liegt in der Macht dessen, der böse ist. ?!

NEIN, das ist ein völliges Missverständnis!
Im Kontext lautet dieser Vers:

"18 Wir wissen: Wer Gott zum Vater hat, sündigt nicht; denn der Sohn des Vaters schützt ihn, und der Teufel kann ihm nicht schaden. 19 Wir wissen, dass wir von Gott stammen; doch die ganze Welt ist in der Gewalt des Teufels. 20 Wir wissen aber: Der Sohn Gottes ist gekommen und hat uns die Augen geöffnet, damit wir den einzig wahren Gott erkennen. Wir sind mit dem einzig wahren Gott verbunden, so gewiss wir verbunden sind mit seinem Sohn Jesus Christus. Der ist der einzig wahre Gott, der ist das ewige Leben." (1. Johannes 5:18-20, GN)

Es geht um die Angriffe Satans, die ALLE Menschen treffen, aber diejenigen können standhalten, die mit Jahuah Gott und seinem Sohn Jahschua in Verbindung sind.

Von einer Verbundenheit mit einem "irdischen Teil der himmlischen Organisation Jehovahs" oder einer anderen Menschengruppe lesen wir hier NIX. Im Gegenteil: Johannes schließt sogar ab mit der Warnung:

"21 Meine Kinder, hütet euch vor den falschen Göttern!"

Alles, was sich zwischen den Gläubigen, Jahuah und Jahschua zu drängen versucht, ist Götzendienst!! Nicht die regelmäßige Anwesenheit im Königreichssaal garantiert dein Überleben. Nicht der stetige Predigtdienst! Nein, einzig die Verbindung und Treue zu unseren beiden unvergleichlichen Höchsten.

Predigst du denn überhaupt die Wahrheit?

 

Pflanze mit Pfahlwurzel2) "Wir predigen die Wahrheit." !?

Zweifellos kann man durch das Predigen der Zeugen Jehovahs eine Menge Wertvolles aus der Bibel lernen. Aber sind die Lehren frei von Irrtümern? Können sie es zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt sein?

"Denn ich habe gerade diesbezüglich die Zuversicht, daß der, der in euch ein gutes Werk angefangen hat, es zur Vollendung bringen wird bis zum Tag Jesu Christi." (Philipper 1:6)

Anders gesagt: Erst am Tag Jesu Christi haben wir Vollständigkeit und 100 % reine Wahrheit zu erwarten. Denn dazu sind wir auf Jahschua angewiesen, darauf, dass er uns Dinge erklärt und richtigstellt.

Zu dem "guten Werk" gehört das Verkündigen
der Guten Botschaft (Vers 5), aber auch
die Erkenntnis:

Metallener Spiegel aus Pompeji"Denn wir erkennen teilweise, und wir prophezeien teilweise; 10 wenn aber das Vollständige gekommen ist, wird das Teilweise weggetan werden. 12 Denn jetzt sehen wir mit Hilfe eines metallenen Spiegels in verschwommenen Umrissen, dann aber wird es von Angesicht zu Angesicht sein. Jetzt erkenne ich teilweise, dann aber werde ich genau erkennen, so wie ich genau erkannt worden bin." (1. Korinther 13:9,10,12)

Aus diesen Worten des Paulus spricht eine erfrischende Bescheidenheit. Wie kann man jetzt schon eine makellose, reine Lehre erwarten, wenn dieses Werk erst am Tag Jesu Christi vollendet werden wird?!

 

Weizen & Unkraut, Wahrheit & Irrtum zusammen

Das Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut in Matthäus 13 dürfte fast jedem Leser geläufig sein. Beachte, dass Jahschua sagte:

"Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte; und zur Erntezeit will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen ... 39b Die Ernte ist ein Abschluss eines Systems der Dinge, und die Schnitter sind Engel."

Bis zur zukünftigen Erntezeit, wenn Jahschua sichtbar wiederkommen wird ("Jedes Auge wird ihn sehen"), werden Wahrheit und Irrtum nebeneinander blühen, in JEDER Glaubensgemeinschaft der Erde! Denn "die GANZE Welt liegt in Satans Macht" – welche Glaubensgemeinschaft ist also davon ausgenommen? KEINE, er will und wird überall infiltrieren, und deshalb müssen wir ALLES FILTERN, WAS WIR HÖREN.

Satan infiltriert. Wir filtern.

 

Aber Unkraut und Weizen beziehen sich nicht nur auf die Welt der Ideen, sondern auch auf Personen und ihre unchristlichen Verhaltensweisen (Früchte):

"41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlass zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln, 42 und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein."

Diese Personen befinden sich IN seinem Königreich, INNERHALB seiner weltweiten Versammlung von Anbetern, bevor sie dort von seinen Engeln herausgelesen werden.

Erst danach wird der Zustand erreicht, den die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovahs schon so oft voreilig und vollmundig in Bezug auf sich selbst verkündet hat, nämlich dass "die Gerechten zu jener Zeit so hell leuchten werden wie die Sonne im Königreich ihres Vaters" (Vers 43).

Wissen wir auch über die Irrtümer und Irrlehren unserer eigenen Glaubensgemeinschaft Bescheid? Kennen wir unseren toten Winkel, unseren Blinden Fleck? Wollen wir den Balken im eigenen Auge sehen ... oder lieber nicht ?!

 

Pflanze mit Pfahlwurzel
3) "Alle Zeugen Jehovahs werden gerettet." !?

Ein aktives Mitglied der Versammlung der ZJ zu sein wird oft selbstsicher gleichgesetzt mit dem Betreten der rettenden Arche:

"Heute erhalten Spötter ebenso wenig Zutritt zur Versammlung wie damals zur Arche (2. Petrus 3:3-7)." (Wachtturm 15.05.2006)


Der hier angeführte Bibeltext erwähnt zwar Spötter und die Arche, aber nicht die Versammlung.

 

Was entspricht denn der Arche?
Was sagt die Bibel?

1. Petrus 3:20 erwähnt die Rettung von Noah und seiner Familie in der Arche, und der folgende Vers 21 zieht die Parallele zur christlichen Zeit:

"Das, was diesem entspricht, rettet jetzt auch euch, nämlich DIE TAUFE (nicht das Ablegen der Unsauberkeit des Fleisches, sondern die an Gott gestellte Bitte um ein gutes Gewissen), durch die Auferstehung Jesu Christi."

Die TAUFE ist die neuzeitliche Arche, nicht die ORGANISATION! Und zwar die Taufe, die dem biblischen Vorbild folgt (Matth. 28:19,20), und nicht ein Taufversprechen, in das sich die Organisation der ZJ hineingedrängt hat!

 

 

Fragezeichen


Wirst DU bereit sein, gegen den Strom zu schwimmen, wenn dein "Gewissen vor Gott" das verlangt?

  • Oder wirst du blind der "Organisation Gottes" folgen?
  • Hat "Gottes Organisation" früher immer Gottes Willen getan, oder ist sie schon mal in Abtrünnigkeit abgedriftet?
  • Sollte es heute anders sein?

PRÜFE! Bete, flehe um Unterscheidungs­kraft durch den Heiligen Geist Gottes,Filter und dann lass alles durch den Filter laufen.

Du wirst überrascht sein ...

 


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